Public Vuvuzeling
andre am 13. Juni 2010 um 16:13
Die Tröte heisst jetzt Vuvuzela und besoffenes Rudelglotzen nennt sich Public Viewing. Willkommen zur Weltmeisterschaft, dem offiziellen Ausrasttermin der Deutschen Fussball-Adilettanten.
Wie ihr sicher schon wisst, haben Fussballveranstaltungen eine ähnliche Wirkung auf mich wie eine gegrillte Scheibe Schweineschwarte auf den Muslim. Ich bin natürlich aufgrund der hiesigen Gesetzeslage zu einer gewissen Grundakzeptanz gezwungen und harre somit friedlich und tapfer dem Endspiel das da kommt. Ein paar Dinge sind jedoch neu für mich und ich lausche und wundere mich zum Beispiel über….. Weiterlesen »


Es gibt ja nicht viel was der Hesse vermisst. Wir haben den Äppler erfunden, die Grüne Soße kreiert und ganz nebenbei den geografischen europäischen Mittelpunkt in Gelnhausen geparkt. Jeder halt wie er kann, gell. Landschaftlich reizvoll wohnt der Hesse, sanft wiegen sich die Streuobstbäume im Wind und schaukeln dem Schorsch sei Gödderdröbbsche ins gerippte Glas. Vielfach finden sich die typischen Biergärten, welche zusammen mit der Klimagunst für eine rundum befriedigende Atmosphäre sorgen. Rundum befriedigend? Nein, nicht ganz.
Aus gegebenem Anlass veröffentliche ich heute aus meiner Forschungsreihe “Mikrokosmen Dorf und Kaff aus ethnosoziologischer und kulturanthropologischer Sicht” mal wieder eine kleine Passage. Man schreibt den Monat September im fernen Nieder-Roden…..es wird langsam kalt.
Gestern habe ich, frei nach Samuel Beckett, von 8:00 bis 16:30 auf eine Person namens Idiot gewartet. Eine Person die ich nicht kenne, von der ich nichts genaues weiss, am Ende nicht einmal, ob es Idiot überhaupt gibt. Idiot selbst erschien in der Tat bis zuletzt nicht und das Warten auf ihn war offensichtlich vergeblich. Am Ende des Aktes ertönte eine Servicemitarbeiterin, die verkündete, dass Idiots Ankunft sich weiter verzögert. Ein Erfahrungsbericht vom Deutschen Telekommunikations-Fronttheater.
Die individuelle Entscheidung, an einem Ort zu arbeiten und zu leben, ist von vielen Faktoren beeinflusst. Da ich als kulturanthropologischer Verhaltensforscher von Haus aus überdurchschnittlich mobil bin, habe ich mich nach vielen Jahren Klein-Britannien nun zur Fortsetzung meiner Beobachtungen in Nieder-Roden, ich Fachkreisen auch Nirreroure genannt, niedergelassen. 
Der 21. April ist nicht nur der der 111. Tag des Gregorianischen Kalenders, nein, auch unsere liebe Queen Elisabeth die II. wurde 1926 in London, Mayfair, als Elizabeth Alexandra Mary Windsor geboren. Die älteste Tochter von König Georg VI. und Elizabeth Bowes-Lyon ist für ihr Alter noch ganz schön Chef:
Es ist also so weit. Seit heute Vormittag hat Deutschland den ersten Zensurvertrag verpasst bekommen. Herzliches Beileid. Die grossen deutschen Internetprovider labern dünne Suppe und löffeln diese gemeinsam mit unserer Bundesfamilienrapunzel Ursula von der Leyen pressewirksam aus. Die BILD-Fraktion applaudiert, denn Kinderraubkopierer gehören eh’ ausgesperrt. Zeitgleich fragt sich Generation “Ich bin ja schon drin” aber auch, ob nun Seiten mit “Teen” im Porn betroffen sind oder nicht. Das wäre ja dann unfair, ne. Die sind ja schon über 18, oder?