Faule Aepfel und das „F“ Wort

Salut liebe Freunde des Koenigreiches! Long time no read! Es ist so weit. Ich bin iPodifiziert.


Lange habe ich mich gegen den Hype gestraeubt, doch nun, da die kleine mp3 Flunder aus der Mode geraet, habe ich zugeschlagen. Das neue Modell war einfach zu flach um nein sagen zu koennen. Womit wir beim Thema waeren. Flach. Ich habe mich entschlossen den iPod im supermega Applestore in der Regent Street zu kaufen. Man will ja auch mal schicki-Micki wenn man fuer Apple Produkte in der Firma so 25.000 Pfund im Jahr ausgibt. (Ja, die Migration schreitet voran) Also auf, frohen Mutes in den Palast der Dekadenz. Alles schoen in Glas, weiss und Alu gehalten, Tische voll mit Laptops und allerlei Geraetschaften und hier und da superhippe Hippen und maennliche Transgenderversionen der Applestore Verkaeufer. Alle mit seltsamen Haarschnitten ausgeruestet und irgendwie unnahbar. Gut. Wie zum Teufel kann ich die Lautstaerke am iPod regeln? Kein Drehrad, nix Schieber, kein Plan. Freundlich die Apfeltante angesprochen welche im Raum und in den eigenen Gedanken verloren so rumstand. Sie erschrak. Sorry. Wollte sie nicht wecken. Aber koennen Sie mir bitte sagen wie man am iPod die Lautstaerke regelt? Und dann der Hammer: „Errrr…yeah, you turn the volume up and down“ was fuer unsere nicht Englisch sprechenden Leser uebersetzt so viel heisst wie „Ey, Depp, da musste mal die Lautstaerke hoch und runter regeln“ Ach nee. Komm, her uff. Echt? Dummbratze, bloede! Habe dann die etwas direktere, Deutsche Kundenservice Einforderschiene gefahren: „Du mir zeigen, WO LAUT? WIE LEISE? DU MIR ZEIGEN!!!“ Sichtlich genervt vom ploetzlichen Arbeitsaufkommen hat sie sich dann erbarmt und dem Kunden, der gerade bereit ist mindestens 150 Eurotacken fuer ein Musikabspielgeraet ohne auswechselbare Batterien zu investieren, den Weg zu weisen. Na gut, jetzt weiss ich auch wie das geht. Also ab zur Kasse, wo man das Geraet entgegennehmen kann. Der Laden war also voller Apple Dienstleister, die Kassen, sechs an der Zahl, trotz 12 Leuten in der Schlange nur zu einem drittel besetzt. Na gut, man wartet. Apple Produkte kaufen hat ja schliesslich Stil und da gehoert eine meditative Respektbekundung vor dem entgegennehmen des heiligen Elektrograls halt dazu. Nach 15 Minuten (!) Meditation und einem (!!) Kunden weniger in der Schlange habe ich mich dann entschlossen einmal herauszufinden warum das so langsam geht. Kundenberatung an der Kasse. Sehr lobenswert, warum zum Teufel machen das nicht die Verkaeufer die da so Raumdeko rumstehen? Einer fiel mir besonders auf, er starrte aus sicherer Entfernung permanent auf die Warteschlange. ich bin ja bekannterweise nicht auf meinen Lautsprecher gefallen und habe ihn freundlich angesprochen, ok laut und freundlich, er hat ja schliesslich gerade geschlafen. Er war ziemlich verwirrt, anfang 20 und dachte, dass ich gar nicht ihn meine. Nachgehakt, jaja, Du dort! Komma her! Haste Apple Branding ueberall, du schaffe! Habe ihm die Situation erklaert und ihn gebeten doch jemanden zu holen der eine Kasse aufmachen kann. Da geht die Ratte doch hinter den Tresen und macht eine auf?! Aber vorher seelenruhig die Leute beobachten?! JA BIN ICH HIER BEIM DISCOUNTER ODER WAS??? Wo er ja nun schon so nah war habe ich ihn gleich dazu verpflichtet mindestens noch einen Kollegen zu rufen, was er dann auch tat. Mannomann, denen konnte man echt die Schuhe beim Arbeiten besohlen. So was hab ich noch nicht erlebt. Geht bei Aldi schneller! Die Leute in der Schlange haben auch schon Applaus gemurmelt und mir zugestimmt. Beim Verlassen des Etablissements habe ich mich zu einer seltenen Massnahme entschlossen: I would like to talk to the manager. Du sagen, WO CHEF? Der sehr nette Sicherheitsbedienstete gab mir dann Auskunft, da die MacTransgender weder wussten wer er ist noch wo er ist. Aha, der dort. Gute Tag, mein Name ist Andre, ich bin ein guter Mac Kunde und wuerde gerne den Shopmanager sprechen. „Was wollen sie denn“ „Sind sie der Shopmanager?“ „Was wollen sie denn?“ „Sehen Sie, ich habe Ihnen meinen Namen genannt und Sie gefragt wer Sie sind. ich moechte nur mit dem Manager sprechen, wenn Sie der gesucht sind, geben Sie sich doch bitte erkenntlich“ „Kommen Sie morgen wieder“…sprachs und drehte sich herum und verschwand. Der Sicherheitsdienst bestaetigte mir, dass dies der Manager ist und dass es „hier immer so zu geht, ich kann Ihnen sagen….“ Mannomann, was fuer ein Affenladen. Ich moechte abermals betonen: ich war hoeflich und sehr freundlich. Naja, Hochmut geht nicht lange gut. Im Apfel ist der Wurm din. Nich in der Technik, Gott sei Dank. Aber der Kundendienst laesst zu wuenschen uebrig.

Nun ja, zum F-Wort. „Fuck You“ wird hier ja gerne hoeflich mit „F You“ abgekuerzt. Habe heute mit meiner Bank telefoniert. Der nette Herr am anderen Ende der Leitung fragte mich, ob ich ihm denn zur Sicherheit die zwei ersten Buchstaben des Geburtsnamens meiner Mutter nenne kann. Worauf ich ihm wahrheitsgemaess und wie aus der Pistole geschossen entgegnete: EffYou – F*ck Dich. Lange Pause. Hallo, sind sie noch dran? Ja, er war noch dran. Ich hatte ihn gerade schwer beleidigt, aber er wollte es nicht anders. So sind sie, die Deutschen. Kein Respekt. Er wird wohl das naechste mal die zwei letzten Buchstaben erfragen. So weit die News aus dem Land der gueldenen Aepfel. Tanzt nun weiter um das Kalb: andre

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