Rechenknecht

Normalerweise machen sie genau das was man ihnen sagt. Man befiehlt, mit leicht zittrigen Händen vom Koffeingenuss, der Rechenknecht folgt. Meistens jedenfalls.

Obwohl die die Mehrheit der Blauschirme doch meistens mit dem befehlsgebenden Medium zusammenhängen (Ich hab nix gemacht!) können PeeZeehs unverhofft Emotionen und Gefühle ausdrücken.
Heute, am internationalen Sysadmin Day, habe ich einen Server installiert. Warum dieses Datum, warum Windows? Naja, das ist eine lange Geschichte. Fenster 2003 Servierer also aufgesetzt, alle Sicherheitslücken nachinstalliert und dann den obligatorischen Reboot durchgeführt. Ein nackter Server wie Onkel Dell ihn schuf. Voller Enthusiasmus also frisch eingeloggt und die Mailserverinstallation vorbereitet. Nachdem ich die original-CD in den Rechnerboliden geschoben hatte, der vor ein paar Jahren noch das Klo im Spaceshuttle steuerte, bemerkte ich plötzlich Leben. Ja, die Dose lebt! Und sie ist traurig. Ohne Floppylaufwerk geboren worden, das arme Ding. Das erste zarte Aufbegehren eines frisch geworfenen Windows Server zwotausenddreischpezialsörvispäckalderischschwördir. Der Anfang eines langen Abenteuers:
Insert DiskSo heut geschehen, Ihr liebe Leut! Ein Wunder! Preiset den Bill!

Ich habe mich nun über diverse CD Falttechniken belesen und werde morgen früh im Namen des Herrn ausrücken, um den grausig‘ Bugs ins teuflisch‘ Aug‘ zu blicken. Möge die Macht mit mir sein. Oder um es in in den Worten des Meister Joda zu sagen:
„Named must your fear be before banish it you can.“

Und wieso stellen die bei Mickysoft eigentlich Disketten hochkant auf das Laufwerk? Na wie auch immer. Wenn alles geklappt hat, werde ich mir dann zur Belohnung einen Keks aus den feingemahlenen Stressfutterrückständen in meiner Tastatur backen.

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